Die weisse Gefahr – Lawinenrisiko reduzieren

Die weisse Gefahr – Lawinenrisiko reduzieren
Auf Skitouren droht Lebensgefahr! Durchschnittlich sterben in der Schweiz jährlich 12 Skitourengänger in Lawinen, die meisten haben «ihre» Lawine selbst ausgelöst. Das Lawinenrisiko einzuschätzen ist schwierig. Ohne Kenntnisse in Lawinenkunde und Erfahrung setzen Sie Ihr Leben und das von anderen aufs Spiel, wenn Sie in lawinen gefährdetem Gelände auf eigene Faust unterwegs sind. Empfehlenswerten bfu-Massnahmen können Lawinenrisiko reduzieren…

Lawinenrisiko reduzieren…

Risikofaktoren – Das Risiko, eine Lawine auszulösen, ist abhängig von den aktuellen Verhältnissen,

vom Gelände und vom eigenen Verhalten.

Verhältnisse – Die Lawinensituation kann über mehrere Tage oder sogar Wochen kritisch bleiben.Die Lawinengefahr steigt vor allem dann:
  • wenn es schneit oder regnet;
  • wenn es windet. Dann wird Schnee ver
    frachtet und im Windschatten als «Triebschnee» abgelagert;
  • wenn es deutlich wärmer wird oder bestarker Sonneneinstrahlung, z. B. an schönen Frühlingstagen.

Gelände – Lawinen können ab einer Neigung von etwa 30° abgehen. Je steiler der Hang, desto gefährlicher ist er. Lawinenhänge sind meist schattig. Sie liegen oft in der Nähe von Kämmen oder hinter Geländekanten und sind mit Triebschnee beladen.

Mensch – Die meisten Unfalllawinen werden durch die Wintersportler selbst ausgelöst. Durch Ihr Verhalten können Sie Ihr Lawinenrisiko massiv erhöhen oder reduzieren. Wählen Sie eine Tour mit kleinem Lawinenrisiko und beachten Sie zudem Sicherheitsempfehlungen.

Das Risiko darf nicht unterschätzt werden. Rund ein Drittel der Lawinentoten verunfallt bei Gefahrenstufe 2, bei Gefahrenstufe 3 ist die Situation bereits kritisch. Schliessen Sie sich im Zweifel besser einer lawinenkundigen Leitung an.

Informieren Sie sich!

Informieren Sie sich immer über die aktuellen Verhältnisse (z.B. MountaiNow) und berücksichtigen Sie die Empfehlungen im Lawinenbulletin (z.B. SLF). Wählen Sie eine Route mit kleinem Risiko (z.B. Skitourenguru).

Während oder nach dem Ausflug, wird das Teilen von Beobachtungen via Smartphone kinderleicht mit MountaiNow, und nur ein paar Sekunden deiner Zeit in Anspruch nehmen – dank einer coolen und einfachen Schnittstelle, steht das Ganze auch offline zur Verfügung.

Auch wichtig… Besuchen Sie einen Lawinenkurs; viele Bergführer und Organisationen (z.B. SAC) bieten solche an. Ergänzen Sie Ihre Kenntnisse durch Lawinenkunde Bücher oder mit der interaktiven Plattform (z.B. whiterisk). Sammeln Sie Erfahrungen unter lawinen kundiger Leitung.

Verhalten bei Lawinenunfall

Nur die Hälfte der ganz verschütteten Personen überlebt einen Lawinenunfall. Die Chance, lebend gefunden zu werden, nimmt bereits nach 15 Minuten drastisch ab. Jede Minute zählt! Üben Sie die Rettung. Bei einem Lawinen abgang:
  • Lösen Sie, falls vorhanden, den Lawinenairbag aus.
  • Versuchen Sie, aus der Lawine hinauszufahren, bzw. beobachten Sie die Personen, die von der Lawine mitgerissen werden.
  • Wurden Personen erfasst: Verschaffen Sie sich Übersicht, überlegen und handeln Sie ohne Ihre Sicherheit zu gefährden.
  • Falls ohne allzu grossen Zeitverlust möglich, alarmieren Sie: internationale Notrufnummer 112
  • Beginnen Sie sofort mit der LVS Suche (nicht benötigte LVS ausschalten). Suchen Sie gleichzeitig den Lawinenkegel auch mit Augen und Ohren ab und achten Sie auf Ausrüstungsgegenstände. Diese sind oft nahe bei den Opfern.
  • Schaufeln Sie Verschüttete sofort frei und beginnen Sie mit lebensrettenden Sofortmassnahmen.
  • Stellen Sie nach Abschluss der Suche alle LVS wieder auf «senden».

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