Weniger Bergnotfälle im 2017 – Ja, aber…

Weniger Bergnotfälle im 2017 – Ja, aber…

Der Schweizer Alpen Club (SAC) zeichnet eine Jahresbilanz.

Die Bergrettungsorganisationen bargen im Kalenderjahr 2017 in den Schweizer Alpen und im Jura 2712 Personen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr (2828 Beteiligte) einem Rückgang von 4%. Ja, aber… die Wetterbedingungen spielten eine große Rolle. 2018 könnte sehr unterschiedlich sein!

Weniger Bergnotfälle im 2017

931 Personen konnten gesund oder nur leicht verletzt gerettet werden. Beim klassischen Bergsport (Bergwandern, Hochtouren, Klettern und Skitouren) waren die Notfallzahlen rückläufig. Nur beim Bergwandern waren mit 1237 Beteiligten (Vorjahr 1196) mehr Notfälle zu verzeichnen.

Auch die Zahl der tödlich verunfallten Personen ist mit 103 Opfern (Vorjahr 115) deutlich tiefer. Dies betrifft fast alle Kategorien. Nur beim Bergwandern sind mit 54 Betroffenen mehr Personen tödlich verunfallt (Vorjahr 43). Dies ist zur Hauptsache auf den Bergsturz von Ende August im Bergell zurückzuführen. Bei diesem wurden acht Bergwanderer im Abstieg von der Sciaorahütte überrascht.

Schnee- und Wetter-bedingungen? Schlüsselfaktoren

Diese im Vergleich mit den Vorjahren günstigere Zwischenbilanz dürfte zu einem wesentlichen Teil auf die witterungsbedingten Verhältnisse zurückzuführen sein.

Ein schneearmer Winter und häufig ungünstige Wetterbedingungen während der Sommerwochenenden haben das Kalenderjahr 2017 geprägt. Entsprechend zog es wenig Tourengänger in die Berge, und weniger Bergnotfälle (als Referenz, Grafiken und detailliertes Zahlenmaterial früherer Jahre stehen unter  zur Verfügung).

Gefahren wegen des Klimawandels?

Insgesamt betrachtet wird für den Bergsport im Sommer vor allem der Gletscher- und Firnschwund im hochalpinen Gelände immer problematischer: Heikle Übergänge von Fels zu Eis, hohe Berg­schründe und breite Randklüfte sowie ausgeaperte Firn­felder erschweren vielerorts Routen, weswegen sich die Unfallgefahren wegen Sturz oder Absturz erhöhen.

Für mehr Details, siehe Ueli Mosimmans Artikel „Weniger tödliche ­Unfälle“ Die Alpen 06 2018

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